#7 Gewalt gegen Mediziner: Wo sind wir gelandet?

Liebe Leser,

Heute greifen wir ein heißes Eisen an, das immer mehr im Mittelpunkt des Gesundheitswesens steht: Übergriffe auf medizinisches Personal. Und ja, das wird persönlich. 👩‍⚕️👨‍⚕️

Close-up of a female doctor, wearing a white coat, looking directly into the camera, tired and stressed, against a background of a bustling hospital corridor, in the style of Steve McCurry.
Close-up of a female doctor, wearing a white coat, looking directly into the camera, tired and stressed, against a background of a bustling hospital corridor, in the style of Steve McCurry.

Gewalt gegen Mediziner: Wo sind wir gelandet?

Die Zahlen sind schockierend: Über 70% der Hausärzte berichten von aggressiven Patientenbegegnungen. Verbale Angriffe, körperliche Attacken – all dies ist zum Alltag vieler Gesundheitsfachleute geworden. Die Gewalt gegenüber medizinischem Personal hat tatsächlich zugenommen. Nicht nur in Praxen, sogar in Notaufnahmen und Rettungsdiensten.

Warum der Zorn?

Die Hauptursachen: Frust über Wartezeiten, Anspruchsdenken und Impfgegner-Wut. Verstärkt durch die 2G-Regelung für Patienten. Denken wir zurück an die Hochphase der Corona-Pandemie – massive Beleidigungen, sogar Morddrohungen gegen Praxismitarbeiter. 😡


Schützt die Schützer!

Wie reagieren? 2020 wurde das Strafrecht bei Gewalt gegen Mediziner verschärft: Gewalttätige Angriffe können mit bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden. Aber präventive Maßnahmen sind auch nötig. Dazu gehören:

  • Kommunikationstrainings: Umgang mit aggressiven Patienten lernen.

  • Alarmcodes: Kollegen unbemerkt informieren und Polizei rufen.

  • Praxis-Sicherheit: Räumlichkeiten sicher gestalten, Fluchtmöglichkeiten schaffen.

  • Bußgeldkatalog: Geldstrafen für Beleidigungen – bis zu 1.000 Euro für ein böses Wort? Das lässt manchen vielleicht zweimal überlegen!


Buchempfehlung der Woche:

"Konflikte lösen durch Gewaltfreie Kommunikation: Ein Gespräch mit Gabriele Seils" von Marshall B. Rosenberg.

Dieses Buch geht tiefer auf die Prinzipien der Gewaltfreien Kommunikation ein, einer Methode, die dabei hilft, empathisch und klar zu kommunizieren und Konflikte auf eine Weise zu lösen, die die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigt.


💡 Tipp der Woche:

In den Tiefen unseres Wörterbuchs findet sich das Wort "unglaublich" - ein merkwürdiges Konstrukt der Sprache. Erkennt man jedoch die Wunder, die uns umgeben, erkennt man, dass "unglaublich" oft nur eine Selbstbeschränkung darstellt. Schenkt Euch selbst und anderen Glauben und Anerkennung. Denn wenn etwas vollbracht wurde, dann war es erreichbar, machbar, sichtbar und erzielbar. Nichts sollte als "unglaublich" abgetan werden - außer für jene, deren Vorstellungskraft eingeschränkt ist und vielleicht den Mut vermissen lässt. Seid mutig, träumt groß und erweitert eure Grenzen des Möglichen.


Interaktive Ecke:

Quizfrage: Welche ungewöhnliche Nebenwirkung kann die Einnahme des Antibiotikums "Rifampicin" verursachen?

  • Vorübergehende Fähigkeit, im Dunkeln zu sehen.
  • Rosafarbener Urin.
  • Kurzzeitige Erinnerung an vergangene Leben.
  • Einen unwiderstehlichen Drang, Hühnertanz zu tanzen.

Obwohl die Fähigkeit, im Dunkeln zu sehen, oder Erinnerungen an vergangene Leben faszinierend wären, verursacht Rifampicin tatsächlich eine harmlose Verfärbung des Urins in einem rosa oder orangenen Ton. Der Hühnertanz? Nun, das ist nur eine Nebenwirkung des Lebens!


Zum Schluss ein Appell: Respekt und Verständnis sind Schlüssel zum gesellschaftlichen Miteinander. In der Medizin und darüber hinaus. Jeder von uns verdient Respekt, besonders diejenigen, die Tag für Tag für unsere Gesundheit sorgen.

Ein Hoch auf alle im Gesundheitswesen! 💪

Mohamed Sabry

Noch ein Quiz?

Was sagt ein Null zu einer Acht?

"Schicker Gürtel!" 😳